Trotz Wirtschaftskrise bleibt der Fachkräftemangel in Niederbayern ein großes Problem – und wird sich weiter verschärfen. Laut IHK-Arbeitsmarktradar fehlen derzeit rund 14.000 Arbeitskräfte, bis 2029 könnte die Lücke auf über 21.000 steigen – ein Plus von mehr als 50 Prozent. Als Hauptursache gilt der demografische Wandel: Viele ältere Beschäftigte gehen in Rente, während zu wenige junge Fachkräfte nachrücken. Der größte Mangel besteht bei Fachkräften mit beruflicher Ausbildung. Gleichzeitig besteht ein Passungsproblem, da Arbeitskräfte nicht einfach zwischen Branchen wechseln können. Insbesondere in der Industrie wird zudem mit weiterem Stellenabbau gerechnet. Laut IHK könnten durch den Personalmangel bis 2029 rund fünf Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung verloren gehen. Gefordert werden daher mehr Ausbildung und bessere Anreize für Beschäftigung.